Lokale Ressourcenzentren
Was wäre, wenn ausgediente Möbel, Geräte oder Materialien nicht entsorgt, sondern weitergegeben, repariert und neu genutzt würden? Mit dem Projekt Lokale Ressourcenzentren (LoRe) entwickeln wir ein Modell, wie Städte Kreislaufwirtschaft ganz konkret vor Ort umsetzen können.
Was ist ein Lokales Ressourcenzentrum?
Ein Lokales Ressourcenzentrum ist ein Ort, an dem Dinge gesammelt, geprüft, repariert, umgestaltet und weitergegeben werden. Es verbindet:
- Wiederverwendung statt Wegwerfen
- Reparatur und Upcycling
- Qualifizierung und Teilhabe
- Digitale Erfassung von Ressourcen
So entsteht eine Infrastruktur, die Ressourcen schont, Kosten spart und gleichzeitig neue Begegnungs- und Lernorte schafft.
Das Besondere: Reallabor & digitale Plattform
Das Ressourcenzentrum wird als Reallabor im Supermarkt der Ideen aufgebaut und im laufenden Betrieb getestet. Gemeinsam mit Partnern aus Stadtverwaltung, Werkstätten, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen und Unternehmen entwickeln wir funktionierende Abläufe – von der Materialannahme bis zur Weitergabe. So werden über das Reallabor hinaus auch dezentrale Lagerorte vernetzt und Angebote transparent sichtbar.
Herzstück ist eine digitale Plattform und App, mit der Materialien erfasst, verwaltet und auffindbar gemacht werden. So werden dezentrale Lagerorte vernetzt und Angebote transparent sichtbar. Ziel ist ein leicht zugängliches, offenes System, das auch andere Kommunen nutzen können.
Wer kann mitmachen?
Das Projekt richtet sich bewusst an viele unterschiedliche Gruppen – besonders auch an Menschen, die in klassischen Werkstatt- oder Innovationsprojekten oft unterrepräsentiert sind. Zunächst werden für die Entwicklung der Webplattform Oberhausener Institutionen primär aus dem Kultur-, Bildungs- und Sozialbereich eingebunden.
Durch Workshops, Beteiligungsformate und niedrigschwellige Angebote für Menschen im Quartier schaffen wir parallel Räume für:
- gemeinsames Lernen
- handwerkliche Qualifizierung
- kreative Projekte
- soziale Begegnung
Das Ressourcenzentrum ist nicht nur eine technische Lösung, sondern ein Ort für Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und nachhaltiges Handeln.
Warum machen wir das?
Viele Städte stehen vor großen Herausforderungen: Ressourcenknappheit, steigende Entsorgungskosten, soziale Ungleichheit und der Bedarf an neuen Formen lokaler Wertschöpfung. Lokale Ressourcenzentren zeigen, wie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte zusammen gedacht werden können. Wir untersuchen dabei auch ganz konkret:
- Welche ökologischen Einsparungen entstehen?
- Ist das Modell wirtschaftlich tragfähig?
- Wie wirkt es auf das Quartier und das soziale Miteinander?
Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Leitfaden aufbereitet, damit andere Städte und Initiativen davon profitieren können.
Unser Ziel
Ein funktionierendes, übertragbares Modell für zirkuläre Stadtentwicklung – gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickelt und dauerhaft im Quartier verankert.
Projektlaufzeit
November 2025 – Oktober 2028
Jetzt mitmachen:
Eure Erfahrungen und Ideen sind gefragt
Im Rahmen unseres Vorhabens zum lokalen Ressourcenzentrum möchten wir besser verstehen, welche Materialien, Bedarfe, Ideen und Möglichkeiten es in Oberhausen bereits gibt. Deshalb freuen wir uns über die Teilnahme an unserem Kurzfragebogen.
Mitmachen können sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Vereinen, Initiativen, Bildungseinrichtungen oder Unternehmen. Eure Antworten helfen uns dabei, ein Angebot zu entwickeln, das sich an den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort orientiert.
Die Umfrage dauert nur wenige Minuten. Vielen Dank, dass Ihr euch die Zeit nehmt und die Weiterentwicklung des Supermarkt der Ideen unterstützt.
Projektkonsortium
Projektförderung
Im Rahmen der Initiative CircularCities.NRW durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, sowie kofinanziert von der Europäischen Union.
