Inequalities Matter
Mit dem Projekt Inequalities Matter sind Bürgerinnen und Bürger, insbesondere vulnerable und marginalisierte Gruppen, stärker in Debatten und Entscheidungsprozesse zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen einbezogen worden. Das EU-geförderte Projekt verbindet soziale Teilhabe mit Umweltbewusstsein und zeigt, wie Nachhaltigkeit im Alltag ganz praktisch erfahrbar werden kann. In Oberhausen war der Supermarkt der Ideen dabei ein konkreter Ort des Mitmachens, Lernens und gemeinsamen Bauens.
Worum geht es bei Inequalities Matter?
Das Projekt verfolgt das Ziel, Menschen stärker dazu zu befähigen, sich als „Umweltbürgerinnen und Umweltbürger“ in die Gesellschaft einzubringen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesellschaftliche Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Handeln besser zusammengebracht werden können. Dafür setzt das Projekt auf Austausch, internationale Zusammenarbeit und praktische Formate, die Umwelt- und Klimathemen niedrigschwellig vermitteln. Das Projekt wurde über das CERV-Programm der Europäischen Union gefördert.
Der Beitrag des Supermarkt der Ideen
Im Supermarkt der Ideen wurde das Projekt in Oberhausen ganz praktisch umgesetzt. Gemeinsam mit Bürgerinnen wurden dort zwei Workshops zum Aufbau einer Küchenzeile sowie zwei Workshops zum Bau von Hockern aus ehemaligen RWO-Sitzschalen durchgeführt. Die Workshops vermittelten handwerkliche Fähigkeiten, zeigten Möglichkeiten der Wiederverwendung vorhandener Materialien und machten deutlich, wie Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Selbstwirksamkeit unmittelbar zusammenhängen.
Was wurde in den Workshops vermittelt?
In den Workshops zum Aufbau einer Küchenzeile lernten die Teilnehmenden, wie sich vorhandene Küchenelemente mit neuen Bauteilen kombinieren lassen, um zum Beispiel bei einem Umzug kostengünstig und ressourcenschonend eine funktionale Küche einzurichten. Die Workshops zu den RWO-Sitzschalen standen im Zeichen des Upcyclings: Aus ausgebauten Stadion-Sitzschalen entstanden mit bereitgestellten Gestellen neue Hocker und Sitzmöbel. Beide Formate verbanden praktisches Lernen mit einem bewussten Umgang mit Ressourcen.
Warum passt das Projekt zum Supermarkt der Ideen?
Der Supermarkt der Ideen ist ein Ort, an dem Menschen gemeinsam Dinge ausprobieren, bauen, reparieren und weiterentwickeln können. Genau daran knüpfte Inequalities Matter an: Nachhaltigkeit wurde nicht nur theoretisch besprochen, sondern in gemeinsamer Werkstattarbeit erfahrbar gemacht. So wurde der Supermarkt der Ideen zu einem Ort, an dem Umweltbewusstsein, Teilhabe und praktische Kompetenzen zusammenkommen.
Was bleibt?
Das Projekt hat gezeigt, dass sich Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen besonders wirksam vermitteln lassen, wenn Menschen selbst aktiv werden können. Die Workshops im Supermarkt der Ideen haben praktische Fähigkeiten gestärkt, Ressourcenschonung erlebbar gemacht und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammengebracht. Damit steht das Projekt beispielhaft für einen niedrigschwelligen Zugang zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Projektlaufzeit
August 2024 – November 2024
Projektkonsortium
Projektförderung
Inequalities matter ist ein über das CERV-Programm der EU gefördertes Projekt.
